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So testen Sie Ihre VPN-Geschwindigkeit richtig

Ein isolierter VPN-Geschwindigkeitstest sagt wenig aus. Meist liegt ein vermeintlich langsames VPN an Messfehlern: ein automatisch gewählter Testserver, ein überlastetes WLAN oder eine von vornherein langsame Verbindung ins Zielland. Mit fünf Minuten strukturierter Messung erhalten Sie verlässliche Ergebnisse.

Tachometer für Geschwindigkeit, durch den ein VPN-Tunnel verläuft

In vier Schritten zu verlässlichen Ergebnissen

Gehen Sie der Reihe nach vor. Das Prinzip ist einfach: Messen Sie genau die Route, die Ihr Datenverkehr tatsächlich nimmt – nicht die, die der Geschwindigkeitstest bevorzugen würde.

  1. Beim Standort anfangen, nicht bei der App

    Wählen Sie zuerst das Zielland aus, über das die Verbindung laufen soll, denn alles Weitere baut darauf auf. Ein VPN leitet Ihren gesamten Datenverkehr zuerst dorthin – gemessen wird also diese Route, nicht Ihre lokale Leitung.

  2. Die Route vor dem Verbinden testen

    Trennen Sie die VPN-Verbindung und starten Sie einen Geschwindigkeitstest. Wählen Sie dabei den Testserver manuell im gewünschten Zielland aus. Auf Speedtest.net finden Sie dies unter Server wechseln: Suchen Sie nach einer Stadt im Zielland und wählen Sie diese aus. Geht die VPN-Verbindung in die USA, testen Sie gegen einen US-Server. Überlassen Sie die Auswahl nie der Automatik – diese nimmt meist den nächstgelegenen Server in Ihrem Netz und verfälscht das Bild. Das Ergebnis ist Ihr maximal möglicher Wert. Ist die Route ins Zielland bereits langsam, kann kein VPN sie beschleunigen.

  3. Verbinden und Test unter gleichen Bedingungen wiederholen

    Stellen Sie die VPN-Verbindung her und wiederholen Sie den Test gegen denselben Testserver. Verwenden Sie dasselbe Gerät, dasselbe Kabel oder denselben WLAN-Standort zur gleichen Tageszeit – ohne parallele Downloads oder Streaming. Ein überlastetes WLAN schwankt oft stärker als jedes VPN.

  4. Direkter Vergleich

    Beide Messungen beschreiben nun exakt dieselbe Route – die Differenz zeigt den reinen Einfluss des VPNs. Ein einzelner Durchlauf genügt nicht: Testen Sie dreimal und nehmen Sie den Mittelwert. Der Ping steigt naturgemäß, da der Datenverkehr den Server passieren muss.

Empfohlene Test-Tools

Nur das erste Tool ermöglicht die manuelle Wahl des Zielservers, die für diese Methode nötig ist. Die übrigen eignen sich für eine Gegenprobe. Diese Dienste werden von Dritten betrieben; wir haben keinen Einfluss darauf und erfassen dort keine Daten.

  • Speedtest.net (öffnet in neuem Tab)

    Die beste Wahl für diesen Test: Über Server ändern lässt sich eine Stadt im Land Ihres VPNs auswählen und wiederholt testen. Nutzen Sie für beide Messungen denselben Testserver, da der Vergleich sonst nicht aussagekräftig ist.

  • Cloudflare-Geschwindigkeitstest (öffnet in neuem Tab)

    Wählt den Standort automatisch und kann daher kein bestimmtes Land testen. Dafür misst er Latenz unter Last und Jitter – entscheidend dafür, ob Anrufe und Online-Games flüssig laufen.

  • Fast.com (öffnet in neuem Tab)

    Der Test von Netflix wählt den Server ebenfalls automatisch. Ideal für eine gezielte Frage: Wird das Streaming in diesem Netzwerk gedrosselt?

Was ein normales Ergebnis ist

Jedes VPN kostet etwas Leistung: Ihr Datenverkehr wird verschlüsselt, verpackt und über einen zusätzlichen Server geleitet. Bei einem Server in der Nähe behält eine stabile Verbindung den Großteil ihrer Download-Geschwindigkeit, während der Ping leicht ansteigt. Ein kleiner Geschwindigkeitsverlust ist völlig normal. Bricht die Leistung fast komplett ein, liegt das meist an einer der folgenden Ursachen und selten am VPN selbst.

  • Distanz zeigt sich im Ping

    Der Ping steigt mit der physischen Entfernung. Wenn sich der Ping verdreifacht hat, messen Sie Geografie, nicht das VPN. Verbinden Sie sich mit einem näher gelegenen Land und testen Sie erneut.

  • Die Route setzt das Limit

    Ein VPN kann nicht schneller sein als die zugrunde liegende Verbindung. War Schritt zwei in dieses Land bereits langsam, ist das Ihr Limit. Ein näherer Standort hilft hier mehr als ein anderes VPN.

  • Eine langsame Website bedeutet kein langsames VPN

    Sieht der Geschwindigkeitstest gut aus, aber ein einzelner Dienst lädt extrem langsam? Dann drosselt dieser Dienst oder leitet Daten anders weiter. Testen Sie eine zweite Website, bevor Sie das Problem beim Tunnel suchen.

Optimierungsmöglichkeiten in der App

Vier Einstellungen machen den Unterschied – jede davon ist ein Kompromiss zwischen Speed und Durchsatzkraft.

  • Anderes Protokoll ausprobieren

    UDP ist die schlanke Option und meist am schnellsten, wird jedoch von manchen Netzwerken blockiert. TCP überwindet Sperren, wo UDP scheitert – allerdings mit Einbußen beim Speed. QUIC bietet noch mehr Leistung, sofern es erlaubt ist. Das Protokoll lässt sich für jede Verbindung individuell wählen; ein Wechsel erfordert lediglich ein kurzes Neuverbinden.

  • Cloak-Modus deaktivieren, wenn keine Sperren aktiv sind

    Getarnter Datenverkehr erzeugt mehr Protokoll-Overhead als ein direkter Tunnel, ist also etwas langsamer und benötigt minimal mehr Akku. Der Kompromiss: Maximale Geschwindigkeit im freien Netz oder eine Verbindung, die auch bei Blockaden zuverlässig funktioniert. In einem unzensierten Netzwerk wird er nicht benötigt.

  • Smart Proxies deaktivieren, wenn der Server direkt erreichbar ist

    Ein Proxy fügt einen Zwischenschritt hinzu, und öffentliche Proxys sind oft die langsamste Verbindung in der Kette. Sie helfen, wenn ein Server komplett blockiert ist – machen eine funktionierende Verbindung aber nicht schneller.

  • Große Datenmengen am Tunnel vorbeileiten

    Mit Split-Tunneling verbinden sich Backups, Spiele oder lokale Geräte direkt, während der Rest geschützt bleibt. Datenverkehr außerhalb des Tunnels wird nicht ausgebremst und hält Kapazitäten für alles andere frei.

Kostenlose Server und Premium-Server

VpnHood! drosselt niemanden. Unsere Server-Software kann die Geschwindigkeit pro Nutzer begrenzen – auf den kostenlosen Servern ist dieses Limit jedoch deaktiviert. Der Unterschied liegt in der Kapazität: Kostenlose Server teilen sich viele Nutzer, daher schwankt die Geschwindigkeit je nach Auslastung. Premium-Server bieten mehr Leistung, sind exklusiv für Premium-Nutzer reserviert und bleiben auch zu Spitzenzeiten schnell. Betreiben Sie einen eigenen Server mit VpnHood! CLIENT, bestimmt dessen Uplink das Limit – hier hilft ein leistungsstärkerer Server statt eines anderen Tarifs.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.

Jedes VPN kostet etwas Geschwindigkeit: Daten werden verschlüsselt und über einen zusätzlichen Server geleitet, bevor sie ihr Ziel erreichen. Die Entfernung ist meist der entscheidende Faktor – ein näher gelegener Server bringt oft die meiste Besserung. Cloak Mode und Smart Proxies erfordern zusätzliche Rechenleistung und können deaktiviert werden, wenn keine Sperren aktiv sind. Im Leitfaden zum Geschwindigkeitstest erfahren Sie, wie Sie Ihre Verbindung genau messen.

Nein. VpnHood! SERVER kann die Geschwindigkeit pro Nutzer drosseln, auf den kostenlosen Servern geschieht das jedoch nicht. Der Unterschied zwischen den Tarifen liegt in der Kapazität: Kostenlose Server teilen sich deutlich mehr Nutzer, weshalb die verfügbare Bandbreite je nach Auslastung schwankt. Premium-Server sind leistungsstärker und exklusiv für Premium-Nutzer reserviert – das sorgt für dauerhaft höhere Geschwindigkeiten.

Nein. Der kostenlose Tarif hat weder Datenlimit noch Zeitbegrenzung. VpnHood! SERVER kann zwar ein monatliches Kontingent pro Nutzer festlegen, auf den kostenlosen Servern ist jedoch keines aktiviert – es läuft also nichts ab, während Sie surfen. Die meisten kostenlosen VPNs drosseln nach wenigen Gigabyte, um das Upgrade zu verkaufen.